“In Schliersee wächst ein Kraut gegen Dummheit”

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Genussschmelzerei Essendorfer: Geschichten mit Liebe konserviert

„Ein Gläschen ,Kraut gegen Dummheitʻ kann einfach jeder gebrauchen, denn jeder kennt jemanden, dem er das schenken könnte“, lacht Andreas Essendorfer (44), Geschäftsführer der Genussschmelzerei Essendorfer. 68 verschiedene Geschmackserlebnisse hat er in Gläschen gesteckt. Vor Kurzem ist er mit seinem Geschäft nach Neuhaus neben die Slyrs Whisky Destillerie umgezogen und zusammen bilden sie nun den Genusscampus. „Ich fühle mich in Schliersee sehr wohl und aufgenommen. Alle sind sehr hilfsbereit“, sagt Essendorfer zufrieden über seinen neuen Standort. Trotzdem zieht es ihn, so oft es geht, raus auf die Märkte. Er reist am Wochenende durch ganz Deutschland, Österreich und in die Schweiz, um seine Gläschen an die Frau und den Mann zu bringen. Das Besondere an seinem Produkt sind neben dem guten Geschmack und den guten Zutaten die vielen Geschichten, die Andreas Essendorfer zu erzählen hat. Außerdem besitzt er die Gabe, diese Geschichten so zu erzählen, dass man stundenlang zuhören könnte. Er erzählt mir von seinen Erlebnissen in Namibia vor vielen Jahren, die er heute in seinem Gläschen Oase Namib konserviert verkauft. Als ich ein solches Gläschen zu Hause mit einem lauten ‚Klack‘ öffne und mir der würzige Geruch entgegenströmt, kommen mir sofort Essendorfers Erzählungen in den Kopf. Es ist ein bisschen so, als ob ich den Geschmack schon kenne, da ich die Geschichte zu dem afrikanischen Pesto in meinem Herzen trage.

„Eine Idee von Andreas: Zwei Urkulturen vereinen sich durch kulinarisches Wirken von Marie aus der Wüste Namib und Maria aus dem bayerischen Oberland. Entstanden ist die absolute Harmonie der Sinne, viele edle Zutaten, die den Gaumen verrückt werden lassen. Toll zu Pasta, für Sahne- oder Kokosmilchsaucen, zum Fondue oder Raclette. Einen Teelöffel ins Dressing, zum Dippen oder als Brotaufstrich.“

Essendorfer hat seit seiner Jugend Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt und den Direktverkauf seiner Mutter vom elterlichen Hof ausgebaut. Außerdem betreibt er seit sechs Jahren das Taubenstein Gipfelstüberl. Oben am Gipfel des Taubensteins findet er Ruhe und genießt Weitblicke. „Da oben ist schon so manches Pesto entstanden“, erzählt er mir weiter. Auch das „Kraut gegen Dummheit“. „Ich wollte meinen Frust abfüllen“, sagt er. Andreas Essendorfer erklärt mir, dass der Geschmack für ein neues Produkt bereits in seinem Kopf vorhanden ist, bevor er das Produkt tatsächlich ausprobiert.

Besuchen Sie unbedingt Andreas Essendorfer auf einem der Märkte, probieren Sie seine leckeren Pestos, Soßen und Dips, lassen Sie sich verzaubern und nehmen Sie eine Geschichte mit nach Hause.

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